Venusfliegenfalle

Venusfliegenfallen – die beliebten Fleischfresser



Wer an fleischfressende Pflanzen denkt, hat meist gleich das Bild einer Venusfliegenfalle im Sinn. Denn sie ist seit dem 20. Jahrhundert der wohl bekannteste und beliebteste Vertreter dieser Gattung. Die Venusfliegenfalle kommt in der Natur nur in einem relativ kleinen Verbreitungsgebiet vor. Ursprünglich war sie lediglich im Süden der USA heimisch, und zwar in den Pocosin Mooren in North und South Carolina. Man fand sie dort vor allem in einem Umkreis von rund 100 Kilometern rund um die Stadt Wilmington. Eingebürgert wurde sie später allerdings auch noch im Nordwesten von Florida.

 

 

Der Horrorschocker auf der Fensterbank


Die Dionaeag muscipula, so die korrekte botanische Bezeichnung der Venusfliegenfalle, wurde erstmals im Jahre 1768 erwähnt und erfreut sich seitdem zunehmender Beliebtheit – trotz oder gerade wegen des leichten Schauderns, das sie auch immer auslöst. Bekannt wurde sie unter anderem auch als "Filmstar", nämlich in Roger Cormans Film "Little Shop of Horror" von 1960, der zahlreiche Neuinszenierungen nach sich zog, zum Beispiel auch das Musical "Der kleine Horrorladen".




Die Venusfliegenfalle ist mittlerweile eine "zahme" und beliebte Zimmerpflanze geworden, die in verschiedenen Größen bereits für einen kleinen Preis im Gartencenter oder im Baumarkt erhältlich ist. Da die Venusfliegenfalle eine sehr ausdauernde Pflanze ist, lässt sie sich mit ein wenig unterstützender Pflege an viele verschiedene Umgebungen gewöhnen.

 

 

Die Venusfliegenfalle – ein Steckbrief


Die Venusfliegenfalle ist wohl der bekannteste Vertreter der fleischfressenden Pflanzen (Kanivoren). Sie ist eine fleischfressende Pflanze aus der Familie der Droseraceae (Sonnentaugewächse). Ihr lateinischer Name "Dionaea muscipula" leitet sich von Mausfalle ab (mus = lat. Maus, muscipula = Mausefalle), obwohl natürlich so große Tiere nicht auf ihrem Speisezettel stehen, sondern ausschließlich kleine Insekten und Spinnen.


Die Venusfliegenfalle stammt aus dem Süden der USA und wächst auf nährstoffarmen Böden, mag aber eine feuchte Umgebung. Nach der Keimung stirbt die Hauptwurzel der Venusfliegenfalle zugunsten mehrerer faseriger Seitenwurzeln ab. Das Wurzelsystem dient fast ausschließlich der Verankerung der Pflanze im Boden und zur Wasseraufnahme. Zur Nährstoffaufnahme werden dagegen die aus Blättern gebildeten Klappfallen verwendet. Der Wurzelstock (Rhizom) befindet sich zehn bis fünfzehn Zentimeter unterhalb der Erdoberfläche. Wenn die Pflanze oberirdisch zerstört wird, kann sie aus diesem Rhizom weitere Triebe ausbilden.

 


Ein schöner Spätzünder


Nach ungefähr vier Jahren bildet die Venusfliegenfalle auch Blüten. Im Frühjahr wird dann ein bis zu dreißig Zentimeter hoher Stängel ausgebildet mit mehreren
weißen radiären, zwittrigen Blüten. Diese sind fünfzählig und haben einen Durchmesser von rund drei Zentimetern. Die Blüten haben je fünf grüne Kelchblätter (Sepalen) und je fünf weiße, nicht überlappende Kronblätter (Petalen).


Die Fangblätter der Venusfliegenfalle bestehen aus einem bis zu zehn Zentimeter langen, stark verbreiterten Blattstiel und der sogenannten Blattspreite mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern. Diese kann bei Sonneneinstrahlung stark rot gefärbt sein und lockt so ihre Beute an. Spezielle Sekrete (Nekarien) unterstützen sie dabei. Die Ränder der Blattspreite sind mit spitzen Randborsten besetzt, im Zentrum der Fühlborsten, die auf Bewegungen der Beutetiere reagieren und den Fangmechanismus auslösen.



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