Venusfliegenfalle

Arten von fleischfressenden Pflanzen

 


Fleischfressende Pflanzen (Karnivoren oder Insektivoren) versorgen sich mit Nährstoffen, indem sie kleine Tiere wie Insekten und Spinnen fangen und verdauen. Es sind rund 1.000 verschiedene Arten und neun Familien von fleischfressenden Pflanzen bekannt. Und es gibt rund 14 Gattungen, von denen fünf Gattungen monotypisch sind, so zum Beispiel auch die wohl bekannteste fleischfressende Pflanze, die Venusfliegenfalle.

 

 

Fleischfressende Pflanzen wachsen meist sehr langsam, da die Bildung von Fallen und das Fangen und Verdauen von Beute sehr aufwendige Prozesse für die Pflanze sind. Da die Fangblätter schlechter zur Fotosynthese geeignet sind als normale Laubblätter, brauchen fleischfressende Pflanzen Standorte mit viel Sonneneinstrahlung. Dagegen sind sie nicht vom Nährstoffgehalt des Bodens abhängig und können sich so auch an Standorten durchsetzen, die für andere Pflanzen wenig attraktiv sind. Fleischfressende Pflanzen gedeihen zum Beispiel auch an Standorten wie Mooren, tropischen Regenwäldern, auf sandigem oder felsigem Untergrund. Sie können in trockenen Gebieten ihren Wasserbedarf auch durch Nebel oder Tau decken, auch wenn die meisten Arten feuchte Böden und eine Luftfeuchtigkeit um die 70 Prozent schätzen.

 


Echte Kämpfernaturen


Da die Deckung des Nährstoffbedarfs bei fleischfressenden Pflanzen unanhängig von den Wurzeln geschieht, sind sie sehr widerstandsfähig gegenüber den sie umgebenden Bodenbedingungen. Sogar Sauerstoffmangel und Salzbelastung machen einigen Arten wenig aus. Als besonders resistent hat sich eine Art von Wasserschläuchen (Utricularia) erwiesen, die in einem Abklingbecken eines stillgelegten Atomkraftwerks gedeiht und dort sogar radioaktiver Belastung trotzt.

 

Mit ihren Überlebensstrategien haben sich fleischfressende Pflanzen auf allen Kontinenten durchgesetzt, eine Ausnahme bildet hierbei allerdings die Antarktis. Besonders viele Arten von fleischfressenden Pflanzen gibt es in den Mooren der warm gemäßigten Zonen (zum Beispiel Sarracenia, Darlingtonia oder Dionaea) und in tropischen Hochgebirgen (zum Beispiel Heliamphora, Nepenthes oder Brocchinia). In den kühl- und kalt gemäßigten Zonen von Nord- und Mitteleuropa sind nur wenige Arten vertreten, in Deutschland und Österreich allerdings auch noch rund 15 verschiedene fleischfressende Pflanzen.



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