Venusfliegenfalle

Die richtige Umgebung für Venusfliegenfallen

 

Zur Pflege der Venusfliegenfalle braucht man vor allem eins: Licht, Licht und nochmals Licht. Sie sollte einen Platz am Fenster mit direkter Sonneneinstrahlung erhalten (wenn möglich Südlage oder Südwest bzw. Südost). Der optimale Temperaturbereich für Venusfliegenfallen liegt bei 20 bis 32 Grad Celsius. Vorsicht ist geboten bei der Haltung in Terrarien oder improvisierten abgeschlossenen Umgebungen wie einer Glasschale oder Glaskugel: Bei direkter Sonneneinstrahlung können die Temperaturen zu hoch werden und die zwangläufig entstehenden Schwankungen zwischen sehr hohen Temperaturen tagsüber und niedrigen Temperaturen des Nachts sind außerdem nicht gut für die Pflanze.

 

 

Wasser und Luft


Sehr wichtig bei der Haltung von Venusfliegenfallen in Innenräumen ist auch die Luftfeuchtigkeit. Denn wenn die Umgebungsluft zu trocken ist, kann die Pflanze sich nicht ausreichend mit Wasser versorgen. Eine gesonderte Befeuchtung der Luft ist allerdings nicht erforderlich, es reicht, immer auf gute Durchschnittswerte zu achten (zwischen 50 und 80 Prozent).

 

Die Venusfliegenfalle sollte in einen Topf gepflanzt werden, der in etwa den Durchmesser der Pflanzenhöhe hat, im Zweifelsfalle etwas größer. Nicht zu empfehlen ist die Verwendung von normaler Blumenerde, besser geeignet ist ein Gemisch aus Torf und Sand oder ein ungedüngter Hochmoortorf. Spezielle Angebote und Mischungen für Venusfliegenfallen gibt es im Fachhandel. Düngen sollte man die Venusfliegenfallen auch später dann nicht, denn sie kommen auch in der Natur auf kargen Böden vor und sind in dieser Beziehung auch in der künstlichen Umgebung empfindlich.

 

 

Drinnen oder draußen?


Die Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) ist eine fleischfressende Pflanze aus der Familie der Sonnentaugewächse (Droseraceae). Die Gattung Dionaea ist monotypisch, das heißt, es gibt keine Varietäten oder Unterarten der Venusfliegenfalle. Ihre nächsten Verwandten sind der Königssonnentau (Drosera regia) und die Wasserfalle (Aldrovanda vesiculosa). Sie kommt außerdem in der Natur nur im Süden der USA vor – eine echte Rarität also.



Die Venusfliegenfalle ist eine krautige Pflanze, die sehr langsam wächst und erst nach drei bis vier Jahren erste Blüten trägt. Dafür ist sie aber insgesamt sehr ausdauernd, und das auch unter kargen Verhältnissen: Wenn der Boden feucht ist, gedeiht sie auch auf nährstoffarmem Grund. Was Venusfliegenfallen allerdings nicht mögen, sind zu niedrige Temperaturen, daher ist ein Einsatz im Garten auch nur in gemäßigten Klimazonen möglich bzw. sollte die Pflanze zumindest nicht im Freien überwintern müssen.

 

 

Keine extremen Wechsel


Wer seiner Venusfliegenfalle im Sommer allerdings ein paar direkte Sonnenstrahlen im Freien gönnen möchte, sollte das tun, damit allerdings abwarten, bis sicher kein Nachtfrost mehr zu erwarten ist. Und auch dann sollte die Venusfliegenfalle zunächst nur in der Morgen- und Abendsonne für ein paar Stunden im Freien sein. Denn was sie abgesehen von niedrigen Temperaturen auch nicht mag, sind extreme Schwankungen. Also lieber langsam an die neue Umgebung gewöhnen, dann verzeiht die Venusfliegenfalle auch ein paar untropische Grad Celsius weniger.



Copyright by venusfliegenfalle.org | Impressum