Venusfliegenfalle

Der Verdauungsprozess der Venusfliegenfalle

 


Fleischfressende Pflanzen sind unerbittlich: Wenn die Venusfliegenfalle zugeschnappt hat, gibt es kein Entkommen mehr für ihre Beute. Denn bei der fleischfressenden Pflanze setzt dann ein Verdauungsprozess zu ihrer Nährstoffversorgung ein. Zunächst wird nach dem Zuschnappen der Fangblätter geprüft, ob das gefangene Beutetier tatsächlich verwertbar ist. Wenn dabei mittels chemischer Rezeptoren und Bewegungsrezeptoren festgestellt wird, dass die Beute für die Venusfliegenfalle nicht verdaulich ist, öffnet sich die Falle nach einigen Stunden wieder und lässt das Opfer wieder frei. Anderenfalls beginnt nun die erste Phase der Verdauung. Um ein Auslaufen von Flüssigkeiten bei der Verdauung zu verhindern, wird die Falle zunächst erst einmal noch besser verschlossen – durch Wachstum um bis zu 10 Prozent wird der Verschluss der Blätter verstärkt.

 


Das verflixte siebte Mal


Nachdem alles sicher verschlossen ist, wird ein Verdauungssekret ausgeschieden, das verschiedene Stoffe enthält, wie zum Beispiel Proteasen, Amylasen, Phosphatasen und Ribonukleasen. Durch dieses Sekret können die Venusfliegenfallen Nährstoffe lösen und dann aufnehmen. Dieser Prozess kann bis zu zehn Tage andauern, danach bleiben von den Beutetieren nur noch unverdauliche oder unverwertbare Reste wie zum Beispiel Chitinpanzer oder Beine übrig. Diese Reste werden nach dem Öffnen der Falle mit der Zeit durch Wind oder Regen entfernt und die Jagd nach Beutetieren kann weitergehen. Allerdings ist die Anzahl der Jagdzüge limitiert: spätestens nach dem siebten Mal ist Schluss, dann stirbt das Blatt inklusive Falle ab.



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